Forum Mola-KunstKUNA-Indianer
MOLA gehört als fester Begriff zur Sprache der KUNA und bedeutet zum einen den Begriff „Bluse“ und erklärt zum anderen die Technik, in der die Blusen genäht werden. Als MOLA werden zum einen die kompletten Blusen der KUNA-Frauen, als auch die

Die MOLA-Nähkunst der KUNA-Indianer
beiden rechteckigen Bluseneinsätze der Vorder- und Rückseite, bezeichnet und sie gehört zur Alltagskleidung einer jeden KUNA-Frau. Die Motive auf den Blusen sind der traditionellen Kultur zuzuordnen, wobei sich teilweise auch der Einfluss der westlichen Zivilisation bemerkbar macht. Am häufigsten finden sich Motive zu mythologisch-religiösen Themen, geometrischen Mustern, Tieren und Begebenheiten des Alltags. Hergestellt werden die MOLAKANA in der Regel von den Frauen, die diese einzigartige Volkskunst von Generation zu Generation weitergeben. Bereits im Alter von vier Jahren beginnen die Mädchen das Nähen einer MOLA zu erlernen.

Im FORUM MOLA-KUNST sind zu allen Themengebieten zahlreiche Original-Exponate der KUNA-Indianer ausgestellt.

Zum Aufbau einer KUNA-MOLA:
Begonnen wird mit dem so genannten Basisstoff. Alle weiteren Stofflagen haben die gleiche Größe, unterscheiden sich nur in den Farben. Man beginnt mit den hellsten Farben und endet mit den dunkelsten. In diese Basisstofflage wird niemals hinein geschnitten: sie dient erstens der Fixierung der folgenden Stoffe und zweitens erkennt man auf der Rückseite das bereits genähte Muster. Dieses ist sehr wichtig, weil man das Muster auf der Vorderseite nicht mehr sehen kann. Aufbau von unten nach oben: Jede neue Stofflage deckt die vorangegangene ab. Je mehr Lagen verarbeitet werden, umso „brettiger“ wird das Endergebnis. Um eine MOLA farbenprächtiger zu gestalten, kann man auf der vorletzten Stofflage kleine Stoffstücke aufheften. Die Applikation nutzen die KUNA, indem sie auf der letzten Schicht Stoffstücke aufnähen, aber eben nur dort. Die letzte Stoffschicht wird auch bestickt. Die am häufigsten vorkommenden Stiche sind der Kettenstich und der Vorstich.
Eine genaue Arbeitsanleitung zur Herstellung einer MOLA findet man in den beiden Büchern „Jan, ich komme“ und „Jan trifft Gottvater Zeus“ von Christel Walter.

In der Vergangenheit gab es für die KUNA-Frauen nur einen einzigen Verwendungszweck dieser „panels“: ihre Blusen. Erst in jüngerer Zeit entstehen Dinge des alltäglichen Bedarfs wie Etuis, Taschen usw. Die Themen, mit denen sie sich auseinandersetzen sind vielfältig. Symbolische Bedeutung haben einige Farben, wie schwarz und rot. Sie werden, gemessen an anderen Farben, sehr viel öfter verwendet.