Forum Mola-KunstKUNA-Indianer
Die KUNA-Indianer gehören mit einer Größe zwischen 1,40 m bis 1,50 m, zu den kleinsten Menschen der Erde. Deutlich unterscheiden sich Mann und Frau in der Art der Bekleidung. Während sich die KUNA-Männer im westlichen Stil kleiden, tragen die KUNA-Frauen überwiegend traditionelle Kleidung, die aus der MOLA-Bluse, einem
Kuna-Indianer - Das Leben heute
blaugründigen Wickelrock und einem rot-gelben Kopftuch besteht. Goldene Ringe an Nase und Händen und Halsketten aus Gold oder Perlen und Muscheln, sowie Perlen- schnüre um Hand- und Fußgelenke gehören zum traditionellen Schmuck der KUNA-Frau.

Die KUNA haben es, entgegen aller Widerstände und äußerer Einflüsse geschafft, ihren Lebensstil zu erhalten: sie bauen ihre Hütten aus Bambus und Palmwedeln; zum Schlafen haben sie die Hängematte; zum Sitzen grob geschnitzte Hocker.

Da es sich bei den KUNA-Indianern um ein Matriarchat handelt, gehören sowohl die Hütten als auch die Felder auf dem Festland den Frauen. Das Gemüse und die Früchte für den Eigenbedarf an zu bauen und zu ernten, gehört ausschließlich zu den Aufgaben der KUNA-Männer. Diese sind ebenfalls für den Fischfang und die Ernte der Kokosnüsse auf den Nachbarinseln zuständig. Auch die Regelung der politischen Angelegenheiten, über die die Frauen jedoch informiert werden müssen, gehört in ihren Zuständigkeits- bereich.
Zu den Aufgaben der KUNA-Frauen gehört es, täglich frisches Süßwasser in Kanistern und Kalebassen mit dem Einbaum auf die Inseln zu holen. Sie kümmern sich um die tägliche Hausarbeit, die Nahrungszubereitung, erziehen die Kinder und beschäftigen sich täglich viele Stunden mit der Herstellung ihrer Blusen, insbesondere der „panels“, der Vorder- und Rückseiten einer jeden Bluse. Es dauert Monate, bis sie eines davon fertig gestellt haben. Außerdem ist die KUNA-Frau für die Verwaltung des Familien- eineinkommens zuständig.

Die isolierte Lage der Inseln macht es für Touristen schwer, KUNA YALA (das Land der KUNA, wie sie selbst ihre autonome Provinz nennen) zu erkunden. Neben dem Verkauf von Kokosnüssen und Langusten ist der Verkauf von MOLAKANA der wichtigste Bestand- teil des Familieneinkommens. Jede Frau näht zunächst ausschließlich für ihren eigenen Bedarf. Je nach Können besitzt sie acht bis zwölf Blusen. Sobald sie jedoch eine neue hergestellt hat, trennt sie sich von einem zuvor genähten Exemplar, um es an Sammler und Touristen zu verkaufen. Die Rolle der Frau in der traditionell matriarchalischen Gesellschaft gewinnt somit enorm an Bedeutung: je geschickter und ideenreicher eine Frau arbeitet, desto höher ist ihr Ansehen!